Filme eignen sich optimal für die Verwendung im Unterricht und zur Auflockerung des Unterrichtsgeschehens, da sie direkt an die Lebenswelt der Lernenden angebunden sind. Die folgenden drei Vorschläge zu ganz unterschiedlichen Themen sollen euch zeigen, wie groß die Bandbreite beim Einsatz im Unterricht sein kann.
Das Schicksal ist ein mieser Verräter (2014)
Der Film „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ basiert auf dem Jugendroman „The fault in our stars“ von John Green. Erzählt wird die Liebesgeschichte der Teenager Hazel und Gus, die beide unheilbar an Krebs erkrankt sind. Behandelt werden die Themen des Lebens: Es geht um Liebe, um den Tod und wie es sich anfühlt, erwachsen zu werden.
Der Film eignet sich gut für die Behandlung des Themenkreises „Tod und Sterben“ im Ethik- oder Religionsunterricht. Es gibt ausreichend Begleitmaterialien (z.B. diesen Kopiervorlagenband oder diesen Unterrichtsvorschlag.) Der Film ist so facettenreich, dass problemlos über mehrere Wochen und zu unterschiedlichen Unterthemen damit gearbeitet werden kann.
Systemsprenger (2019)
Die neunjährige Benni ist das, was man eine „Systemsprengerin“ nennt. Sie ist zu wild, unkontrolliert und unberechenbar, als dass jemand in unserem System eine andere Lösung sieht, als sie in der „Geschlossenen“ unterzubringen. Lediglich der Anti-Gewalttrainer Micha nimmt sich ihrer an und fährt mit ihr in einen abgelegenen Wald, wo sie, ungestört von unserer hektischen Gesellschaft, zur Ruhe kommen soll. Doch auch diese „Atempause“ führt letztlich nicht zu einer dauerhaften Lösung für Benni.
Der Film eignet sich für jede Klassenstufe, da er sich intensiv mit der Frage befasst, wer wir eigentlich sind, wie wir zu uns selbst finden können und dass es normal sein sollte, nicht „normal“ zu sein.
Die Truman Show (1998)
Im Film „Die Truman Show“ wird das zunächst unspektakulär wirkende Leben des Versicherungsangestellten Truman Burbank dargestellt, der mit seiner Frau Meryl im beschaulichen Städtchen Seahaven lebt. Der Wendepunkt des Films ist, dass sich eines Tages herausstellt, dass sein Leben nicht die Realität, sondern eine von Millionen Zuschauern verfolgte TV-Seifenoper ist.
Der Film kann im Ethikunterricht zum Beispiel im Rahmen einer Einheit zum Thema „Die Frage nach Wahrheit, Wirklichkeit und Medien“ eingesetzt werden, aber auch zur „Frage nach dem Selbst“. Auch im Religionsunterricht lässt sich der Film beim Thema „Identität“ in unterschiedlichen Klassenstufen einbinden.
Es bietet sich an, die Filme nicht in einer Stunde in Gänze, sondern abschnittsweise anzuschauen, um verschiedene Aspekte herauszuarbeiten und mit den Lernenden zu besprechen. Gerade bei Filmen wie „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ ist es zudem wichtig, dass Pufferstunden eingeplant werden, damit die Jugendlichen Raum für Emotionen und persönliche Einwürfe haben.
Zum Weiterlesen
Noch mehr Tipps, wie ihr Filme im Ethik- und Religionsunterricht verwenden könnt, gibt es in diesem Blogbeitrag.







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