Ob Fahrradtour, Escape Room oder Städtetrip – der Westen hat in den Sommerferien einiges zu bieten. Lasst euch von den persönlichen Geheimtipps unserer Dortmunder Redaktion inspirieren und kommt doch mal vorbei!
Wer es sich einmal so richtig gut gehen lassen möchte, kann in diesem Kult-Viertel rund um die Kreuzkirche von Café zu Café ziehen und die leckeren Kaffee-Spezialitäten sowie tollen Kuchen-Kreationen genießen. Aber Achtung: Selbst vormittags unter der Woche sind die Sitzplätze sehr gefragt, da zusätzlich zu vielen Frühstückern auch manch ein Viertelbewohner sein Homeoffice in die gemütliche Atmosphäre von Kieztörtchen, Froilein Meier & Co. verlegt.
Daneben laden viele kleine Lädchen wie etwa die Unterhaltung oder der HEJ Store mit besonderen Dingen zum Bummeln ein. Besonders schön dabei: Hier kann man sehr viele hübsche Altbaufassaden bewundern – in jedem Fall also eine der nettesten Ecken der Stadt!
Bei Sonnenschein trifft man sich zum Joggen oder Frisbee spielen im chilligen Westpark. Dort kann man im Biergarten Café Erdmann anstoßen, während die Kinder direkt nebenan im Sandkasten buddeln oder auf einem der beiden großen Spielplätze klettern. Im Sommer finden hier Konzerte und Trödelmärkte statt. Auch eine Tanzfläche (oft samt DJ) und Grillmöglichkeiten stehen zur Verfügung. Packt eure Picknickdecke und eure Liebsten ein und macht es euch auf der Wiese gemütlich!
Zum Abschluss des Tages könnt ihr dann in eine der zahlreichen Kneipen oder Restaurants einkehren oder Karten für das kleine, feine Theater Fletch Bizzel im nahegelegenen Klinikviertel besorgen.
PS: Ganz in der Nähe des Kreuzviertels, im markanten 17-stöckigen Ellipson an der Ruhrallee, ist übrigens die Redaktion des Reli-Ethik-Blogs zuhause!

Krimiführungen in Münster
Die Fernseh-Ermittler Wilsberg, Börne und Thiel kennt mittlerweile ganz Deutschland. Und obwohl es zum Ärger der Einheimischen häufig Köln und Umgebung ist, das in den Filmen als Münster ausgegeben wird – als krassestes Beispiel gilt wohl der Tatort „Das Wunder von Wolbeck“ – ist es nicht verwunderlich, dass es in Münster Führungen zu den Orten gibt, an denen die Krimis spielen oder wo sie gedreht wurden. Natürlich lernt man dabei auch die Innenstadt mit ihren Highlights kennen: Angefangen beim Dom mit dem viel gepriesenen Wochenmarkt über den historischen Prinzipalmarkt und die von Linden gesäumte Promenade bis zum Antiquariat Solder, das ein bis zwei Mal im Jahr zum Antiquariat Wilsberg umgestaltet wird. Bei der umfangreichen Auswahl ist für jeden etwas dabei: öffentliche Einzeltouren für einen oder beide Krimis, Gruppenarrangements oder ihr könnt selbst als Ermittler tätig werden!
Anbieter für Krimi-Führungen findet ihr hier:

Auf dem Parkway EmscherRuhr durch den grünen Ruhrpott radeln
Viel Grün, Ausblicke aufs Wasser und ländliche Idylle in einem der größten Ballungsräume Europas: All das bietet der Parkway EmscherRuhr, der zwischen Waltrop im Norden und Bochum im Süden verläuft.
Das historische Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop bildet den nördlichen Ausgangspunkt des Parkway EmscherRuhr. Wer Lust hat, startet den Tag also mit einem Besuch dieses eindrucksvollen Industriedenkmals. Der Radweg verläuft dann in Richtung Süden durch Castrop-Rauxel am Rhein-Herne- und Dortmund-Ems-Kanal entlang, vorbei an den Harpener Teichen und dem Ümminger See bis zum Kemnader Stausee in Bochum/Witten.
Der Parkway EmscherRuhr ist knapp 34 km lang. Mit mehrheitlich sanften An- und Abstiegen sind insgesamt ca. 200 Höhenmeter zu überwinden. Die Route ist sehr gut mit einem auffälligen bunten Piktogramm und zahlreichen Wegweisern ausgeschildert. Unterwegs bieten sich Anknüpfungspunkte an weitere Radrouten, z.B. zum Emscherradweg oder zum Ruhrtalradweg. Der Radweg ist – je nach Kondition in Teilstücken – gut auch mit Kindern zu bewältigen.
Auf dieser Seite findet ihr viele weitere Infos und eine detaillierte Beschreibung der Strecke.
Mein persönliches Highlight: Angekommen am Kemnader See lohnt es sich, eine Runde um den Stausee zu drehen und am Südufer bei Al’s Dorado eine Pause einzulegen. Der ehemals kleine Kiosk hat sich mittlerweile mit vielen gemütlichen Sitzgelegenheiten am Ufer ausgebreitet und zu einer Kult-Location entwickelt: Hier kann man ganz entspannt mit Blick aufs Wasser einen hervorragenden Kaffee oder ein Radler genießen und die Seele baumeln lassen.

Escape Reality – Freizeittipp für schlechtes Wetter
Schlechtes Wetter und trotzdem Lust auf einen Ausflug – kein Problem. Mit einem EscapeRoom könnt ihr dem schlechten Wetter (oder der sommerlichen Hitze) perfekt ausweichen. Ob mit der Familie oder Freunden, bei diesem Ausflug wird keinem langweilig. Ihr müsst zusammen als Team arbeiten, um die Aufgaben zu lösen. Rätseln, kombinieren und andere Perspektiven einnehmen, dabei als Team agieren, und miteinander kommunizieren, um die Flucht zu schaffen. Ein EscapeRoom ist also nicht nur ein schöner Ausflug, er schweißt auch zusammen und trainiert dabei noch die grauen Gehirnzellen.
In Recklinghausen erwartet euch ein besonderes Erlebnis. Ihr knobelt euch nicht einfach durch Räume, sondern durch das Bergwerk. Mit realitätsnaher Ausrüstung geht es los auf Erkundungstour. So habt ihr ein Rund-um-Erlebnis. Also Glück auf – und losrätseln!

Ruhrpottromantik pur: Industrie- und Bierkultur auf Phoenix West
Phoenix-West bezeichnet das Gelände eines ehemaligen Hochofenwerks im Dortmunder Stadtteil Hörde. Das Werk wurde 1998 stillgelegt und nach und nach in ein Gewerbe- und Naherholungsgebiet umgewandelt. Noch heute ragen die ehemaligen Industrieanlagen in den Himmel und sind ein eindrucksvolles Denkmal längst vergangener Schwerindustrie, die lange Zeit das Bild des Ruhrgebiets geprägt hat.
Auf dem Skywalk – einer alten Gasleitung – könnt ihr in schwindelerregender Höhe das Stahlwerk erkunden und einen Panoramablick über Dortmund genießen. Besonders stimmungsvoll ist das in der Abenddämmerung!
Oder ihr besucht multimediale Kunstausstellungen bei „Phoenix de Lumières“ in der Phoenixhalle, der ehemaligen Gasgebläsehalle der Industrieanlage.
Zur Stärkung danach empfiehlt sich ein kühles Bier in der Stehbierhalle der Bergmann Brauerei. Die Dortmunder Traditionsbrauerei hat sich 2017 auf dem Gelände niedergelassen. Mit Blick auf den Hochofen können hier die vielen verschiedenen Sude der Brauerei probiert werden – ein großer Anziehungspunkt für Spaziergänger, Radfahrer und Touristen!
Wer danach Lust auf ein kleines Kontrastprogramm hat und die „Schickeria“ von Dortmund erleben möchte, unternimmt noch einen Abstecher zum nahegelegenen PHOENIX See und bummelt über die Uferpromenade. Auf dem Gelände befand sich einst das Stahlwerk Phoenix-Ost, bevor auch dieses 2001 aufgegeben wurde. 2011 wurde schließlich der Phoenixsee eingeweiht.

Einmal im Leben durch Wuppertal schweben!
Von der weltberühmten Schwebebahn habt ihr bestimmt alle schon gehört, aber seid ihr auch mal damit gefahren? Auch schon mit den hellblauen Wagen der 4. Generation? Na, dann nichts wie ab nach Wuppertal, das zwischen dem Ruhrgebiet im Norden und dem Rheinland im Süden im Bergischen Land liegt und per Bahn einfach zu erreichen ist.
Am Hauptbahnhof in Elberfeld angekommen, liegt die Schwebebahnhaltestelle Döppersberg nur wenige Fußminuten entfernt und von dort geht’s entweder in Richtung Osten immer über der Wupper – dem Fluss, der der Stadt ihren Namen gibt – bis Oberbarmen oder in Richtung Westen über Straßen, Gleise und sogar ein Autobahnkreuz hinweg völlig staufrei bis nach Vohwinkel. Ampeln gibt es hier keine und der Ausblick über die Dächer der Stadt bis hinauf zur Universität, am Stadion entlang und an der Oper, dem Friedrich-Engels-Haus und der quietschbunten Junior Uni vorbei ist einmalig!
So wie die Geschichte vom berühmten indischen Elefantenmädchen Tuffi, das 1950 beschloss vorzeitig auszusteigen und in der Wupper landete, glücklicherweise unverletzt. Das glaubt ihr nicht? Dann überzeugt euch selbst, denn Tuffi sitzt – als Denkmal – noch immer an derselben Stelle mitten im Fluss. Falls euch echte Elefanten lieber sind, steigt ihr am Grünen Zoo aus der Schwebebahn und spaziert hinauf zum Eingang. Wer es noch sportlicher mag, dem ist eine Radtour auf der Sambatrasse zu empfehlen, die sogar über das Zoogelände hinweg führt: Von hier sieht man die Tiger nicht nur sehr nah, sondern auch von oben durch das Gelände streifen.
Einen ebenfalls fantastischen Ausblick bietet die Nordbahntrasse, die man mit dem Velotaxi, auf dem eigenen Rad oder auch zu Fuß quer durchs ganze Tal erkunden kann und von deren Viadukten sich großartige Blicke über die Stadt bieten. Dank kaum vorhandener Steigung ist das für Groß und Klein und Alt und Jung gut machbar. Entlang der Strecke gibt es zudem zahlreiche Einkehr-, Spiel- und Sportgelegenheiten und – im Sommer am allerwichtigsten – viele Wagen mit leckerem Eis: Lasst es euch schmecken im Wuppertal!

Vielen Dank für diese tollen Tipps an Katharina Gabel, Barbara Hülsmann, Saskia Koch, Barbara Nüllmann und Inga Piel!
Das gesamte Team vom Reli-Ethik-Blog wünscht euch allen erholsame Sommerferien, entspannte Tage und viel Zeit für schöne Erlebnisse mit euren Lieben.








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