Klausuren im Fach Religion sind für Lernende und Lehrende herausfordernd. Lehrplanvorgaben, Kompetenzerwartungen, Inhalte und Anforderungsniveau müssen in Einklang gebracht werden. Bei den Schülerinnen und Schülern bleibt die Unsicherheit, wie sie sich vorbereiten können. Nur durch Üben kann in diesem Fall die nötige Transparenz und Sicherheit für beide Seiten geschaffen werden.
Beim Eintritt in die Oberstufe werden die Lernenden vor eine völlig neue Herausforderung gestellt. In den bisherigen „Nebenfächern“ müssen Klausuren geschrieben werden. Was erwartet einen und wie kann ich mich vorbereiten? Diese Fragen sollten mit dem Kurs besprochen und das Klausurkonzept sollte vorgestellt werden. Doch wie werden Klausuren in Religion in Zukunft gestaltet werden?
Klausuren in Religion: Anforderungssituationen als Ausgangspunkt
Im Klausurformat der Anforderungssituation mit geforderter Gestaltungsaufgabe werden die bisherigen drei Anforderungsbereiche (Reproduktion, Reorganisation/Transfer und Problemlösung) miteinander gekoppelt. Die Schülerinnen und Schüler schlüpfen in eine Rolle und müssen mithilfe ihres bisherigen Wissens und neuen Materialien eine Anforderungssituation bewältigen. Dabei fließen die im Unterricht erworbenen inhaltlichen Kompetenzen in die Erarbeitung mit ein. Wichtig bei der Gestaltung einer solchen Klausur ist es, dass die Situation nicht ausschließlich mit dem Vorwissen bearbeitet werden kann, aber auch nicht ohne dieses.
Wie gestalte ich die Anforderungssituation?
Die Situation sollte Bezug zur Lebenswelt der Jugendlichen bieten. Möglich sind Situationen, mit denen sie in ihrem Alltag konfrontiert sind: z. B. ein Ereignis an der Schule, eine Freundin/ein Freund, die oder der Hilfe braucht oder Konflikte in der Familie oder Gemeinde. Diese Situation sollte möglichst genau beschrieben werden. Die folgende Aufgabe zur Lösung der Situation gliedert sich in Teilaufgaben, die der Gesamtaufgabe untergeordnet sind. Das erforderliche Fachwissen und die zu verwendenden Materialien werden genannt. Die zu erwartenden Kompetenzen werden mithilfe von Operatoren (z. B. vergleichen, positionieren, erörtern) in den Aufgaben genannt. Wie genau eine solche Aufgabe aussehen kann, zeigen Musterklausuren.
Musterklausuren
Musterklausuren bieten die meisten Kultusministerien auf ihrer jeweiligen Homepage an, wie zum Beispiel hier das Land NRW.
Viele weitere Klausuren sind im neuen Leben gestalten Themenheft Abiturvorbereitung enthalten.
Weitere Musterklausuren findet ihr zudem auf dem gerade erschienen Digitalen Unterrichtsassistenten Leben gestalten Qualifikationsphase. Dort sind die Klausuren direkt den Themenbereichen der einzelnen Kapitel zugeordnet.
Ihr könnt die Klausuren von den Lernenden eigenständig bearbeiten lassen und anschließend gemeinsam besprechen. Wichtig ist, dass es hier noch nicht um eine Bewertung geht, sondern die Identifizierung von Förderbedarf.
Egal ob es sich um die erste Klausur im Fach Religion handelt oder um die Vorbereitung auf das Abitur. Eure Lernenden sind möglicherweise verunsichert. Üben mit Musterklausuren kann helfen. In einem geschützten Rahmen können sich so alle an das neue Format gewöhnen.








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