Reli-Ethik-Blog
Religion, Ethik und Philosophie bei Klett

Tag der Freundschaft

Am 30. Juli wird der internationale Tag der Freundschaft gefeiert. Dieser Tag kann für den Unterricht Anlass sein, sich intensiver mit Freundschaften auseinanderzusetzen.

Eine gute Freundschaft ist ein ganz besonderes Geschenk: Freundschaften bietet Rückhalt im Leben. Das dachte sich 1958 auch eine Gruppe von Menschen in Paraguay, die daher den „Tag der Freundschaft“ ins Leben gerufen hat. Seit 2011 ist der sogar ein offizieller internationaler Gedenktag. An diesem Tag geht es aber nicht nur um die Freundschaft zwischen einzelnen Personen, sondern es wird auch an Freundschaften zwischen Ländern und Kulturen erinnert.

Was ist eigentlich Freundschaft?

Die Formen von Freundschaften sind vielfältig. Schon seit der Antike diskutieren Philosophinnen und Philosophen über eine passende Definition. Eine Freundschaft hat in jedem Fall einen Beziehungsaspekt: Zwei Parteien stehen in einem besonderen Verhältnis zueinander, das durch bestimmte Merkmale, wie zum Beispiel Vertrauen, geprägt ist.

Um sich dem Thema ganz basal anzunähern, können eure Lernenden in Kleingruppen zunächst eine Seite für ein Freundschaftsbuch entwerfen. Sie müssen sich dazu einigen, welche Fragen und Aussagen dort enthalten sein sollen.

Aufgrund der Schwierigkeiten bei der konkreten Definition bietet sich anschließend ein gemeinsames Philosophieren zum Thema im Unterrichtsgespräch an. Mögliche Fragen dazu sind:

  • Ab wann bin ich mit jemandem befreundet?
  • Was ist das Wichtigste in einer Freundschaft?
  • Wie viele Freundschaften kann ein Mensch pflegen?
  • Kann man auch mit einem Tier befreundet sein?
  • Können Freundschaften über das Internet bestehen?
  • Kann ein Mensch auch ohne Freundschaften glücklich sein?
  • Kennt eine Freundschaft Grenzen?
  • Wodurch können Freundschaften zerstört werden?
  • Warum ist es schwer, Freundschaft zu definieren?

Freundschaften spielerisch erfahren

Bei diesem Thema ist ein sensibler Umgang mit eurer Lerngruppe gefragt. Beobachtet die Lernenden, inwiefern zwischen ihnen soziale Bindungen bestehen und ob einzelne Personen ausgeschlossen sind. Gerade diesen Kindern oder Jugendlichen wird es schwerfallen, sich entsprechend zu beteiligen, oder sie werden möglicherweise nicht von den anderen mit eingebunden.

Durch Vertrauensspiele lässt sich die Anbahnung von Freundschaften gerade zu Beginn der gemeinsamen Schulzeit an einer weiterführenden Schule fördern. Ihr könnt dazu eure Lernenden in Paare aufteilen. Jeweils eine Person bekommt die Augen verbunden und muss sich auf dem Schulhof herumführen lassen. Nach einigen Minuten wird getauscht. Anschließend können die Lernenden beschreiben, was diese Übung mit dem Thema zu tun hat und in ein Gespräch über die Bedeutung von Vertrauen für eine gute Freundschaft kommen.

Ich wünsche euch und eurer Lerngruppe viel Freude bei der Ergründung, was eine Freundschaft im Kern ausmacht!

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Über den Autor

Claudius Kretzer

Ich arbeite als Lektor und Autor in den Bereichen Philosophie/Ethik sowie Religion.

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