Reli-Ethik-Blog
Religion, Ethik und Philosophie bei Klett

Der erste Schultag nach den Ferien: Erlebnisse aus dem Koffer

Es ist nicht zu glauben: Schon wieder steht der erste Schultag bevor! Eure Lernenden sind mit den Gedanken sicher noch am Strand, im Freizeitpark oder in einer coolen Großstadt – und ihr vielleicht ja auch. Nutzt doch diese noch frischen Erinnerungen, um mithilfe eines einfachen Willkommens-Spiels entspannt in das anstehende Schuljahr zu starten!

Der erste Schultag: Urlaubserinnerungen wachwerden lassen

Ihr kennt sicher das Spiel „Ich packe meinen Koffer…“, in dem man Gegenstände für eine fiktive Reise in eine Tasche packt. Genauso gut kann man aber auch den Koffer nach dem Urlaub auspacken:

  • Erläutert eurer Lerngruppe, dass ihr heute das Gespräch über den vergangenen Urlaub einmal etwas anders gestalten wollt, nämlich mit dem Spiel „Ich packe meinen Koffer…“ Vielleicht kennt eine Person in der Gruppe dieses Spiel und kann die Regeln vorstellen.
  • Erklärt nun, worin die Abwandlung besteht: Die Mitspielenden packen in diesem Fall keine Gegenstände für eine Reise in den Koffer, sondern sind im Gegenteil von einer Reise oder einem (Tages-)Ausflug wiedergekommen. Beim Auspacken sind sie auf einen Gegenstand gestoßen, den sie mit einem schönen oder lustigen Erlebnis verbinden.
  • Die Teilnehmenden haben nun die Aufgabe, sich einen solchen Gegenstand vorzustellen.
  • Nun beginnt ihr mit dem Satzanfang: „Ich packe meinen Koffer aus, und finde darin…“ Ergänzt wird dieser Beginn mit einem Gegenstand, ihr euch ausgedacht habt, z. B. „…einen roten Sonnenschirm“.
  • Der/Die nächste Mitspielende an eurer rechten Seite wiederholt den Satz, und ergänzt ihn um einen weiteren Gegenstand, z. B.: „Ich packe meinen Koffer aus, und finde darin einen roten Sonnenschirm und eine grüne Badehose.“
  • Das geht so lange weiter, bis ein/eine Mitspielende einen Fehler macht (sich nicht an alle Gegenstände erinnert oder in der falschen Reihenfolge auspackt). Dann darf diese Person von neuem mit dem Satz beginnen.
  • In der schwierigeren Variante werden diesem/dieser Teilnehmenden die Begriffe so lange von den Vorgängern nacheinander vorgesagt, bis er/sie alle Gegenstände vollständig wiederholt hat. Der Satz wird bis zum letzten Mitspielenden weitergeführt.

Ist die Reihe wieder bei euch angekommen, startet ihr eine zweite Runde. Jeder/jede Mitspielende erklärt wieder der Reihe nach, was sein Gegenstand mit seinen Ferien zu tun hatte, z. B.: „Unter dem Sonnenschirm habe ich am Badesee gelegen und das beste Eis meines Lebens gegessen.“

Variante zum Kennenlernen

Habt ihr in diesem Schuljahr eine neue Lerngruppe übernommen, könnt ihr das Spiel auch als Kennenlernen-Spiel für den ersten Schultag nutzen. Dazu werden die Gegenstände nicht einfach nur überlegt, sondern die Mitspielenden zeichnen sie auf Karteikarten. Sind sie in dem Spiel an der Reihe, halten sie die Zeichnung hoch. Später wird die Karteikarte zusammen mit einem Bild der Person und ggf. einem kurzen Steckbrief im Klassenraum aufgehängt, sodass sich mit jeder Person schon einmal eine kleine persönliche Geschichte verbindet.

Ich hoffe, ihr habt nun viel Spaß mit dieser kleinen Idee zum Neustart ins Schuljahr!

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Über die Autorin

Inga Piel

Ich bin Gruppenleiterin für den Bereich Religion/Ethik im Ernst Klett Verlag. Studiert habe ich Deutsch und Philosophie SII/SI auf Lehramt. Nach dem Staatsexamen und dem Referendariat habe ich zuerst drei Jahre als Lehrkraft an einem Gymnasium und einer Realschule unterrichtet, bevor ich dann durch einen Zufall auf ein Stellenangebot eines Verlages stieß. Ich wollte unbedingt etwas Neues ausprobieren, bin in die Verlagsbranche gewechselt und dort „hängengeblieben“. Denn es macht mir ebenso viel Spaß, gute Schulbücher herzustellen wie sie zu benutzen.

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