Schule ist ein Ort des Lernens. Hierbei geht es nicht rein um die Wissensvermittlung, sondern auch um das Soziale – denn der Umgang mit- und untereinander ist ein zentrales Merkmal von Schule. Was können unsere Fächer leisten?
Die Corona-Pandemie neigt sich anscheinend dem Ende zu. Die Zeichen stehen auf Rückkehr. Nun gilt es, die Erfahrungen der letzten Monate zu verarbeiten und gelöste Bande neu zu knüpfen. Dabei spielen die Unterrichtsfächer Ethik/Werte und Normen sowie Religion eine zentrale Rolle. Nicht nur die fachdidaktischen Prinzipien sprechen für diese Annahme, sondern auch die methodische Vielfalt mit ihrem besonderen Fokus auf kommunikative und soziale Kompetenzen.
Es besteht Handlungsbedarf
Der Begriff Sozialkompetenz bedeutet, auf das Wesentliche reduziert, wie unsere Schüler:innen sich im Spannungsfeld der eigenen Bedürfnisse und der Bedürfnisse anderer Menschen verhalten. Die Corona-Pandemie in Kombination mit den entsprechenden Infektionsschutzmaßnahmen führte zu einer langen Phase der Entbehrung und zum Verzicht auf zwischenmenschliche Kontakte. Eine Vielzahl Kinder und Jugendlicher befand sich in einer beispiellosen Situation der Ohnmacht und Fremdbestimmung, welche in Lethargie, Entfremdung und Abkapselung mündete.
Übungen zur Reaktivierung und Schulung der Sozialkompetenz
In der Inklusions- und Integrationsarbeit oder auch beim Bilden einer neuen Klasse sind Vertrauens- und Kennenlernspiele bekannt, beliebt und haben sich darüber hinaus als überaus effektiv in Bezug auf die Ausbildung und Stärkung der Sozial- sowie Kommunikationskompetenz erwiesen. Daneben spielen der Einsatz kooperativer Arbeitstechniken und die Konzentration auf die emotionalen Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen entscheidende Rollen.
Auf die Lehrkraft kommt es an!
Möglicherweise seid ihr jetzt stark dazu geneigt, mit euren Schüler:innen vertrauensbildende und kommunikationsfördernde Spiele unverzüglich im Unterricht auszuprobieren. Nehmt euch Zeit und tastet euch gemeinsam mit der Lerngruppe an diese Spiele heran. Im Schulalltag scheint häufig wenig Zeit zu sein und viele positive Erfahrungen verflüchtigen schnell. So böte sich der Einsatz eines solchen Spiels beispielsweise zum Ende eines Schultages oder – noch besser – zum Ende einer Schulwoche an. Darüber hinaus spielt die Raumorganisation eine wichtige Rolle. Vielleicht gibt es an eurer Schule einen Raum, welcher wenig „klassenzimmerlike“ ist. Ansonsten gestaltet ihr den Raum mit ein paar einfachen Kniffen um: Kissen, Bodentücher, entspannende Musik, ein warme Lichtstimmung und viele andere Kleinigkeiten können einen großen Unterschied machen.








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