Die Energiepreise steigen rasant, der durch massiven Verbrauch fossiler Energieträger menschengemachte Klimawandel ist bereits in vollem Gange – Gründe genug, um in allen Bereichen des Zusammenlebens Möglichkeiten zu entwickeln, Energie zu sparen und ökologisch verantwortbar einzusetzen. So auch im Umfeld Schule.
Energie sparen in der Schule – Maßnahmen entwickeln als Unterrichtsthema
Die Lernenden werden im Ethikunterricht der Mittelstufe unweigerlich mit umweltethischen Themen konfrontiert. Dabei spielt eine wichtige Rolle, gemeinsam zu einem reflektierten Urteil über den Umgang des Menschen mit der Natur zu kommen. Darüber hinaus setzen die Lernenden die eigenen Lebensgewohnheiten in einen Zusammenhang zu Umweltproblemen, lernen Begründungsansätze für den Umweltschutz wie das Konzept der Nachhaltigkeit kennen und ziehen ganz praktische Konsequenzen für das eigene „Umwelthandeln“. Bestenfalls erarbeiten sie gemeinsam alltagspraktikable Möglichkeiten, mit ökologischen Herausforderungen von Plastik- oder Energieverbrauch im eigenen Handeln verantwortlich umzugehen. Mit der Entwicklung von Energiespartipps für die eigene Schule habt ihr eine schöne Möglichkeit, diese Ziele auch lebensweltbezogen im Unterricht mit den Lernenden umzusetzen. Dabei kann auch offensichtlicher werden, dass die Aufgabe, Energie zu sparen, keinesfalls eine reine Privatsache ist und dass gemeinschaftliches Handeln für die Bewältigung ökologischer Herausforderungen von immenser Bedeutung ist.
Anknüpfungspunkte für den eigenen Unterricht
- Zum Einstieg in das Thema eignet sich z. B. ein Gedankenexperiment:
Stelle dir vor, alle Energie würde plötzlich ausfallen. Beschreibe, wie dein Schulvormittag aussehen würde.
- Im Anschluss beschreiben die Lernenden, wie aus ihrer Perspektive an ihrer Schule mit Energie umgegangen wird. Um zu einem reflektierten Urteil zum Energiemix an der eigenen Schule zu kommen, können sie mithilfe einer Recherche (etwa bei der Schulleitung, beim Schulträger, bei den Energieversorgern) herausfinden, aus welchen Rohstoffen die Energie an der Schule gewonnen wird.
- Anschließend entwickeln die Lernenden in Gruppen Maßnahmen, Energie an der eigenen Schule einzusparen (dazu Arbeitsblatt: Energiespartipps entwickeln). Sofern sie sich dabei schwertun, können auch einige Bildimpulse den Denkprozess anregen:




- Die Lernenden vergleichen ihre Ergebnisse im Anschluss und stellen eine gemeinsame Liste mit konkret formulierten Energiesparmaßnahmen zusammen. Diese können sie dann z. B. der Jahrgangsstufen- oder Schulleitung übergeben und deren Umsetzung mitgestalten. Mögliche einfache Energiespartipps könnten sein:
- Stoßlüften
- Regelung der Temperatur an den Heizkörpern (Thermostatventile einstellen)
- Beleuchtung in den Pausen und nach dem Unterricht abstellen
- Einzelne Lichtleisten nur nach Bedarf einschalten, Schalter entsprechend kennzeichnen
- Nicht benötigte elektrische Geräte abschalten
…
- Abschließend bietet es sich an, auch einmal die Energieeinsparmöglichkeiten auf dem Schulweg zu diskutieren.
Energie sparen in der Schule: Unterrichtsideen und Projekte
Zum Thema existieren bereits zahlreiche Hilfen und Materialien. Darüber hinaus haben schon einige Schulen konkrete Projekte zum Energiesparen durchgeführt, darum eine kleine Auswahl hier:
Unterrichtsideen/-materialien
Schulen – Energiesparen macht Schule (energiesparen-macht-schule.de)
Energiesparen an Schulen | Verbraucherbildung.de
Projekt zum Energie sparen in der Schule
Energiespar-Projekte – Fifty/Fifty | Energiesparen an Schulen (fifty-fifty.eu)
Habt ihr schon einmal Energiesparmaßnahmen mit einer Klasse entwickelt? Welche Maßnahmen konntet ihr bereits umsetzen und wie gut hat die Umsetzung funktioniert?
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