Reli-Ethik-Blog
Religion, Ethik und Philosophie bei Klett

Material des Monats: Die Weihnachtsgeschichte to go im Religions- und Ethikunterricht

Ihr habt die Weihnachtsgeschichte sicher schon oft im Religionsunterricht besprochen und sie dazu (vor-)gelesen oder als Audio eingespielt. Wie wäre es also dieses Mal zur Abwechslung mit einer ganz besonderen Video-Variante?

Die Weihnachtsgeschichte als Playmobil-Film

Der Autor Michael Sommer stellt in seinen kurzen Video-Clips Bücher der Weltliteratur mit Playmobil-Figuren nach und fasst die Inhalte in eigenen Worten (sehr flapsig) zusammen. Auch die Bibel hat er sich vorgenommen und arbeitet sich der Reihe nach durch jedes Buch vor. Für die Weihnachtsgeschichte macht er allerdings eine Ausnahme. Er zeigt sie als eigenen Clip „mit alles“, d. h. der Film ist eine Zusammenstellung aus den Büchern der Propheten Jesaja und Micha, sowie aus den Evangelien von Matthäus und Lukas:

Hier geht es zum Film auf evangelisch.de

Ideen zum Einsatz des Videos im Religionsunterricht

Diese Playmobil-Version der Weihnachtsgeschichte ist sicher nicht jedermanns Geschmack. Sie bietet daher aber auch einen Gesprächsanlass, um sich mit der Botschaft der Weihnachtsgeschichte noch einmal neu auseinanderzusetzen. Arbeitsaufträge dazu könnten sein:

  • Welchen Eindruck macht das Video auf dich nach dem ersten Sehen?
  • Vergleiche die Darstellung im Film mit den angegebenen Texten aus der Bibel. Ist die Geschichte im Film richtig wiedergegeben?
  • Wie beurteilst du die Umsetzung des Bibeltextes im Video a) in den Bildern? b) in der Sprache?
  • Gibt der Film die Intention der Weihnachtsgeschichte richtig wieder?
  • Würdest du den Film weiterempfehlen (inkl. Begründung)?
  • Schreibt in Kleingruppen ein Drehbuch für einen eigenen Film, in dem ihr die Weihnachtsgeschichte in ca. 10 Minuten darstellt. Wenn es möglich ist, setzt euer Drehbuch auch um und vergleicht eure Versionen mit dem Playmobil-Film.

Ideen zum Einsatz des Videos im Ethikunterricht

Im Ethikunterricht bietet sich der Film unter anderem an, um über die Darstellung religiöser Inhalte zu sprechen. Die Weihnachtsgeschichte eignet sich dabei besonders gut, da sie den meisten Lernenden bekannt sein dürfte, auch wenn diese selbst nicht dem christlichen Glauben angehören.

Arbeitsaufträge dazu könnten sein:

  • Welchen Eindruck macht das Video auf dich nach dem ersten Sehen?
  • Vergleiche die Darstellung im Film mit den angegebenen Texten aus der Bibel. Ist die Geschichte im Film richtig wiedergegeben?
  • Wie beurteilst du die Umsetzung des Bibeltextes im Video a) in den Bildern? b) in der Sprache?
  • Welche Gründe könnte der Autor haben, die Weihnachtsgeschichte auf diese Weise zu zeigen?
  • Findest du es in Ordnung, Texte aus einer Heiligen Schrift so darzustellen (Begründung)?
  • Was würdest du einem gläubigen Christen/einer gläubigen Christin antworten, der/die fordert, dass dieser Film verboten werden sollte, da er respektlos mit der Bibel umgeht? Recherchiere dazu auch § 166 Strafgesetzbuch: Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen (inkl. Verweis §11,(3)); sowie Art. 5 (1-3) Grundgesetz (Meinungs- und Kunstfreiheit).

Solltet ihr keine Gelegenheit mehr haben, den Film ausführlich im Unterricht zu besprechen, eignet er sich aber auch einfach als „Schmankerl“ in der letzten Stunde vor dem Fest.

Ich wünsche euch allen frohe Weihnachten!

24 Personen haben sich für diesen Beitrag bedankt.
Danke!

Über die Autorin

Inga Piel

Ich bin Gruppenleiterin für den Bereich Religion/Ethik im Ernst Klett Verlag. Studiert habe ich Deutsch und Philosophie SII/SI auf Lehramt. Nach dem Staatsexamen und dem Referendariat habe ich zuerst drei Jahre als Lehrkraft an einem Gymnasium und einer Realschule unterrichtet, bevor ich dann durch einen Zufall auf ein Stellenangebot eines Verlages stieß. Ich wollte unbedingt etwas Neues ausprobieren, bin in die Verlagsbranche gewechselt und dort „hängengeblieben“. Denn es macht mir ebenso viel Spaß, gute Schulbücher herzustellen wie sie zu benutzen.

Hinterlasse einen Kommentar

Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und verstanden.

Nach oben