Reli-Ethik-Blog
Religion, Ethik und Philosophie bei Klett

Rückblick auf das Schuljahr im Religions- und Ethikunterricht

Die letzten Stunden des Schuljahres stehen bevor: die Noten sind vergeben und das Klassenzimmer ist aufgeräumt. Genau die richtige Zeit, um mit euren Lernenden auf das Jahr zurückzuschauen.

Dieser Rückblick lässt den Blick zunächst auf jeden selbst richten, kann aber auch zur „warmen Dusche“ für die Lerngruppe erweitert werden. Den Vorschlag könnt ihr in der letzten Unterrichtsstunde ohne großen Aufwand umsetzen.

Ein Brief an mich selbst

Lasst eure Lernenden einen Brief an sich selbst schreiben. Darin können sie berichten, was ihnen in dem Schuljahr gefallen hat und was nicht so gut gewesen ist. Ihr könnt dazu einen Kalender vorbereiten, in dem wichtige Ereignisse des Schuljahres für die Klasse oder den Religions-/Ethikkurs eingetragen sind: Die Einführungswoche, Klassenfeste, Klassenarbeitstermine, besondere Unterrichtsstunden, aktuelle Themen… Mit dieser Gedächtnisunterstützung fällt euren Lernenden das Schreiben ggf. leichter. Dazu könnt ihr auch Satzanfänge vorgeben, die die Jugendlichen nach der Anrede und der Einleitung zur Reflexion benutzen können, zum Beispiel:

  • Mein Highlight in diesem Schuljahr war…, weil…
  • Besonders gern habe ich an… teilgenommen, weil…
  • Sehr stolz bin ich auf…, da…
  • Im Religions-/Ethikunterricht fand ich besonders gut, dass…
  • Schwierig war für mich…, da…
  • Nicht so gut hat mir gefallen, dass… Das war so, weil…

Wer mag, kann am Schluss seinen Brief in der Gruppe vorlesen. Gemeinsam könnt ihr abschließend noch einmal im Gespräch auf das Jahr zurückblicken.

Variante: Ein Brief an mich selbst – und an andere

Während der Rückschau notieren die Lernenden neben ihrem Brief, wenn ihnen etwas Positives zu ihren Mitschülern und Mitschülerinnen einfällt, das sie im Laufe des Schuljahres bemerkt haben: Auf jeweils eine Karteikarte (gern farbig oder mit einem Rahmen hübsch gestaltet) schreiben sie in ein bis drei Sätzen, was ihnen Gutes bei einer Person aufgefallen ist. Auf die Rückseite der Karte notieren sie deren Namen.

Gegen Ende der Schreibzeit sammelt ihr alle Karteikarten ein und sortiert sie nach den genannten Personen. Zum Abschluss der Stunde bekommen dann alle Lernenden beim Hinausgehen ihre Karteikarten als „warme Dusche“ mit in die Ferien. Achtet darauf, dass ihr selbst einige Karten gestaltet, damit ggf. niemand ganz leer ausgeht.

Ich wünsche euch viel Durchhaltevermögen für die letzten Schulwochen und einen guten Start in die verdienten Ferien!

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Über die Autorin

Inga Piel

Ich bin Gruppenleiterin für den Bereich Religion/Ethik im Ernst Klett Verlag. Studiert habe ich Deutsch und Philosophie SII/SI auf Lehramt. Nach dem Staatsexamen und dem Referendariat habe ich zuerst drei Jahre als Lehrkraft an einem Gymnasium und einer Realschule unterrichtet, bevor ich dann durch einen Zufall auf ein Stellenangebot eines Verlages stieß. Ich wollte unbedingt etwas Neues ausprobieren, bin in die Verlagsbranche gewechselt und dort „hängengeblieben“. Denn es macht mir ebenso viel Spaß, gute Schulbücher herzustellen wie sie zu benutzen.

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