Auf dem Instagram-Kanal „uyenthininh“ setzt sich die junge Vietnamesin Uyen Ninh mit für sie fremden deutschen Eigenarten auf humorvolle Art und Weise auseinander. In einem Video sitzt sie an ihrem Küchentisch und quält sich mit einer schweren Matheaufgabe. Ihr deutscher Freund fragt sie, ob sie für die Universität lerne. Sie verneint und erklärt, dass sie die Aufgabe an der Tür ihrer Nachbarn entdeckt habe. Ihr Freund wirft einen Blick auf den Zettel. Dort steht: 20*C+M+B+22. Ihr Freund klärt sie auf, dass die Nachbarn Christinnen und Christen sind. Das Video wirft die Frage auf, wie selbstverständlich es ist, seinen eigenen Glauben auf diese Art und Weise für alle Menschen sichtbar nach außen zu tragen. Das Video, dass sich auch gut für einen Stundeneinstieg anbietet, findet ihr hier.
Die Sternsinger kommen
Sternsinger ziehen schon seit der frühen Neuzeit von Haus zu Haus, bringen Segenswünsche und/oder sammeln Spenden. Seit 1959 werden die Sternsinger in Deutschland durch die Sternsingeraktion organisiert. Dabei handelt es sich mittlerweile um die größte Hilfsaktion von Kindern für Kinder weltweit. Mehr zur Sternsingeraktion und umfangreiches Material findet ihr auf dieser Website.. Der Schriftzug, den die Sternsinger an die Türen schreiben, setzt sich aus der Jahreszahl zusammen, die drei Buchstaben und drei Zeichen einrahmt. Das Sternchen steht für den Stern von Bethlehem, den Stern, den die drei Sterndeuter laut Bibel gesehen haben (vgl. Mt 2,1–12). Die drei Kreuze zwischen den Buchstaben sollen die Dreifaltigkeit Gottes symbolisieren. Die Buchstaben sind die Abkürzung für den Segen „Christus mansionem benedictat“. Das bedeutet „Christus segne dieses Haus“. Dass es sich bei den drei Buchstaben auch um die Anfangsbuchstaben der vermeintlichen Namen der Sterndeuter handelt (Caspar, Melchior, Balthasar) ist Zufall. Viele Kinder setzen durch die Teilnahme an der Aktion ein deutliches Zeichen, sich im christlich-karitativen Sinn für andere Kinder einzusetzen.
Christinnen und Christen setzen Zeichen
Mit dem Schriftzug an der Haustür setzen auch die von den Sternsingern besuchten Christinnen und Christen ein deutliches Zeichen: In dieser Wohnung oder in diesem Haus wohnen Menschen, die an Jesus Christus glauben. Es ist selten so leicht, seinen Glauben nach außen zu zeigen, wie an diesem Tag.
Für den Unterricht könnt ihr zunächst gemeinsam mit euren Lernenden die Bedeutung des Dreikönigfestes erschließen. Dazu bietet sich die Kopiervorlage „Das Leben Jesu feiern“ an, die ihr am Ende des Beitrags kostenlos herunterladen könnt. An die Rechercheaufgabe zu Bräuchen zum Dreikönigstag (Aufgabe 4) könnt ihr eine Diskussion darüber anschließend, wie man das ganze Jahr über zeigen kann, dass man Christin oder Christ ist. Welche Möglichkeiten gibt es im Alltag, ein deutliches Zeichen zu setzen? Ebenso ist die Frage legitim, ob man seinen eigenen Glauben überhaupt nach außen zeigen muss bzw. soll.
Ich wünsche euch und euren Lernenden einen schönen Dreikönigstag und gute Ideen, Zeichen für den Glauben zu setzen.








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