Arbeit mit dem Gesamtplakat „Unsere Schulgemeinschaft“

- Das Thema „Umgang miteinander“ ist in der Regel im Ethik- und Philosophieunterricht der Klasse 5/6 in den Lehrplänen verankert. Ihr könnt eure Lernenden dazu auffordern, auf dem Plakat die dargestellten Situationen zu benennen und die Inhalte zu beschreiben. Dabei kann ein Element durchaus auf mehrere Themen innerhalb der Schulgemeinschaft hinweisen: Die Feier oben rechts kann sowohl auf ein „freundschaftliches Miteinander“ (gemeinsames Fest) verweisen, als auch auf „gerechtes Handeln“ (Kuchenstücke gleichmäßig verteilen) oder „niemanden ausschließen“ (Mädchen mit der Krücke). In einem zweiten Schritt können die Lernenden daraus Regeln für ein gutes Miteinander ableiten und ggf. durch weitere Ideen ergänzen. Ergänzen könnt ihr die Situationen auch durch weitere Beispiele und unsere Sketchnotevorlagen für Beziehungen und Gemeinschaft.
- In vielen Lerngruppen ist es üblich, dass eine Klassenregel ausgewählt wird, auf die in einer Woche besonders geachtet wird. Wird dazu eine Regel mit Bezug zum Plakat ausgewählt, kann die Situation als Einzel-Sketchnote-Bild nachgezeichnet und gut sichtbar an der Kopfseite des Klassenzimmers, der Tafel o. Ä. befestigt werden, sodass die Jugendlichen an die Anforderung erinnert werden. Die Umsetzung als Symbol ist dabei deutlich motivierender, als wenn die Regel nur als Stichwort notiert wird.
Klassensprecher:innen-Wahl
Wie immer beginnt das neue Schuljahr mit der Wahl der Klassensprecher:innen. Wenn ihr dieses Thema als Beispiel für demokratische Wahlen im Ethikunterricht aufgreifen wollt, könnt ihr das Sketchnote dazu nutzen, um mit den Lernenden ins Gespräch darüber zu kommen:
- Zeichnet oder zeigt das Sketchnote und präsentiert es eurer Lerngruppe als stummen Impuls.
- Die Lernenden beschreiben das Bild.
- Holt das Vorwissen der Lernenden ein, indem ihr sie von vergangenen Klassensprecher:innen-Wahlen berichten lasst und erfragt, welche weiteren Wahlen sie kennen. Bestimmt aus den genannten Beispielen eine Wahl (z. B. Bundestagswahl).
- Tauscht euch im Gespräch über die Wahlen aus: Warum wird gewählt, wer wird gewählt, was wird gewählt, wer ist wahlberechtigt, wie läuft die Wahl ab usw. Als Vergleichspunkt kann dabei immer die Klassensprecher:innen-Wahl mithilfe des Bildes herangezogen werden.
Feste feiern
Die Situation vom gemeinsam gefeierten Fest kann als Einstieg in das Thema „Freundschaft“ dienen:
- Zeigt oder zeichnet das Sketchnote und präsentiert es eurer Lerngruppe.
- Lasst die Situation beschreiben und Vermutungen dazu anstellen, wie die gezeigten Personen zueinanderstehen.
- Lasst die Lernenden eine Definition von Freundschaft erstellen. Überprüft, ob diese mit dem Bild vereinbar ist.
- Lass die Lernenden in Kleingruppen Standbilder gestalten, in denen sie den Begriff „Freundschaft“ darstellen.
Das Bild kann als Alternative oder zusätzlicher Impuls zu Fotos in Lehrwerken genutzt werden, wo diese sich mit dem Thema „Freundschaft“ beschäftigen (zum Beispiel in „Wege finden NRW“, S. 30, Aufgabe 1 und „Leben leben NRW“ und „Leben leben Sachsen“, S. 37/45, Aufgabe 1.
Lernende diskutieren
Die Situation mit den Jugendlichen unterschiedlicher Religionen, die miteinander diskutieren, kann als Ergänzung zu den Weltreligionen-Sketchnotes genutzt werden. Dieses Sketchnote kann in einer Unterrichtsreihe als Icon für „Diskussion in der Gruppe “ zur Markierung von Aufgaben eingesetzt werden, um zu verdeutlichen, dass in der Diskussion alle Religionen berücksichtigt werden sollen.
Hättet ihr gern ein Plakat für euer Klassenzimmer? Dann schreibt uns einfach eine E-Mail mit eurer Adresse an reli-ethik@klett.de!
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Ich würde die Situationen „niemanden ausschließen“ und „sich gegenseitig unterstützen/ helfen“ in meinem Unterricht aufgreifen. Unsere Klasse ist mit 30 SchülerInnen sehr groß. Daher ist für mich eine starke Klassengemeinschaft sehr wichtig. Wir alle müssen uns gegenseitig unterstützen, damit kein Kind in der großen Gruppe untergeht. Dazu gehört eben auch, dass man darauf achtet, ob Mitschüler Hilfe benötigen.
Ich greife gerne die Situation Kinder diskutieren auf, denn als Kinderrechteschule machen wir das immer wieder. Auch im Religionsunterricht ist es so wichtig, gar nicht nur zwischen den Religionen, sonder überhaupt über den eigenen Glauben auch innerhalb des Christentums.
Ich möchte mein Interesse an dem Plakat, das die Wahl eines Klassensprechers thematisiert, zum Ausdruck bringen. In meiner großen Klasse mit 28 Schülern ist es von entscheidender Bedeutung, demokratische Prozesse zu fördern und zu leben. Die Wahl eines Klassensprechers und eines Vertreters bietet eine hervorragende Gelegenheit, den Schülern die Prinzipien der Demokratie näherzubringen.
Demokratie ist nicht nur ein politisches System, sondern auch eine Lebensweise, die auf den Werten der Mitbestimmung, Gleichberechtigung und Verantwortung basiert. Indem wir in der Klasse demokratische Wahlen abhalten, ermöglichen wir den Schülern, ihre Stimme zu erheben und aktiv an der Gestaltung ihres schulischen Umfelds teilzunehmen. Dies fördert nicht nur das Gemeinschaftsgefühl, sondern auch das Verständnis für die Bedeutung von Rechten und Pflichten.
Ein Klassensprecher kann als Bindeglied zwischen Schülern und Lehrern fungieren, Anliegen und Ideen der Schüler vertreten und somit zu einem harmonischen und produktiven Klassenklima beitragen. Durch die Wahl eines Vertreters wird zudem sichergestellt, dass die Interessen der gesamten Klasse berücksichtigt werden, selbst wenn der Klassensprecher einmal verhindert ist.
Das Plakat könnte als visuelles Hilfsmittel dienen, um den Schülern die Bedeutung und den Ablauf einer demokratischen Wahl näherzubringen. Es könnte Diskussionen anregen und als Ausgangspunkt für weiterführende Projekte und Unterrichtseinheiten zum Thema Demokratie dienen.
Ich bin überzeugt, dass das Plakat eine wertvolle Bereicherung für unseren Ethikunterricht wäre und freue mich darauf, die demokratischen Prozesse in unserer Klasse weiter zu fördern.
Ich würde die Situation „Lernende diskutieren“, vor allem im Hinblick auf verschiedene Religionen und Zugehörigkeiten, aufgrund der Vielfalt an meiner Schule, aufgreifen wollen. Insbesondere, um ein respektvolles und wertschätzendes Miteinander zu stärken und die jeweiligen Religionsverständnisse besser kennenzulernen.
sich gegenseitig helfen, über Religionen sprechen/ sich gegenseitig annehmen
…alles Situationen, die wichtig sind.
KlassensprecherInnen Wahl finde ich in der heutigen Zeit, als Aufhänger für die aktuellen Themen in unserem Land, wichtig
Gemeinsam feiern, sich unterstützen und trösten, Hilfe bei Streitigkeiten, Verantwortung übernehmen, Klassensprecherwahl, wertschätzend und sachlich diskutieren, …
alltägliche und wichtige Situationen in der Schulgemeinschaft
Für mich bzw. unsere Schulsituation trifft die Mehrzahl der dargestellten Situationen im Alltag zu. Als Klassenlehrerin fällt mir sofort die gegenseitige Hilfe bzw. Unterstützung durch andere Mitschüler auf, die nach einer schlechteren Note den Schüler „auffangen“ und ihm motivierend zur Seite stehen.
Speziell im Ethikunterricht thematisiere ich immer wieder die Notwendigkeit des sozialen Engagements, den Umgang mit beeinträchtigten Mitschülern bzw. Mitmenschen und auch die Tätigkeit der Streitschlichter unserer Schule.
Ich würde die Situation mit dem sehbeeinträchtigten Kind nehmen, dass sich von einem anderen Kind führen lässt. Für mich zeigt diese Situation, wie wichtig gegenseitiges Vertrauen ineinander ist, auch unabhängig von einer körperlichen Beeinträchtigung. Zudem könnte man das Thema Vertrauen im Religionsunterricht mit Gottvertrauen oder verschiedenen biblischen Geschichten verbinden und vertiefen.
Ich lasse meine Schüler in der Klasse gern diskutieren und beziehe sie in entsprechende Entscheidungsprozesse mit ein. Daher würde sich das Poster gut in unserem Klassenzimmer machen.
Das Thema „Fake News“ wird immer wichtiger, in jeder Klassenstufe kommen wir auf dieses Thema. Gut, dass es so zentral abgebildet ist.
„Lernende diskutieren“ – Diesen Punkt finde ich besonders in unserer aktuellen Situation wichtig, vor allem das Einander-zuhören, Ausreden- lassen und sich auf andere Standpunkte einlassen. Das muss gelernt werden, nicht nur im Ethikunterricht.
Ich bin ein absoluter Fan von Wimmel-Bildern, weil sie so vielfältige Szenen zeigen, dass wirklich für jedes Kind/ jede/n Jugendliche/n etwas dabei ist, worin es/ sie/ er sich wiedererkennen kann.
Ich finde die Situation mit den Jugendlichen unterschiedlicher Religionen, die miteinander diskutieren, gut. Diskutieren im Ethikunterricht ist sehr wichtig, vor allem auch, wenn es um die verschiedenen Weltreligionen geht. Hierbei geht es auch um Toleranz und Weltoffenheit. Das Plakat wäre super!
Mir ist ein freundschaftliches und respektvolles Miteinander in einer Klasse ohne Mobbing wichtig.