Reli-Ethik-Blog
Religion, Ethik und Philosophie bei Klett

Ein virtueller Rundgang durch einen buddhistischen Tempel

Nachdem wir euch bereits einige hinduistische Tempel vorgestellt haben, stellen wir euch in diesem Beitrag drei buddhistische Tempel vor, die sich ebenfalls virtuell besichtigen lassen.

Die meisten Anhängerinnen und Anhänger des Buddhismus leben in Asien. Aber auch in Deutschland wächst die Zahl der Gläubigen seit Jahrzehnten stetig. So feiert die Deutsche Buddhistische Union als größter deutscher Dachverband für Buddhistinnen und Buddhisten in diesem Jahr ihr 70-jähriges Bestehen. Die Besichtigung traditioneller Tempelanlagen ist jedoch meist aus organisatorischen Gründen nicht möglich, sodass sich hierfür ein virtueller Rundgang besonders anbietet, um die Religion und deren Glaubenspraktiken besser kennenzulernen.

Buddhistischen Tempel Miidera

Miidera Tempel

Die Geschichte des Miidera-Tempels begann bereits im siebenten Jahrhundert, als er in der Nähe des Biwa-Sees, dem größten See Japans, in der Stadt Otsu errichtet wurde. Nachdem der Tempel im Laufe der Jahrhunderte immer wieder zerstört und neu aufgebaut werden musste, zählt der gesamte Tempelbezirk mit seinen 115 Hektar heute zu den größten Tempelanlagen Japans, in der sich zahlreiche Nationalschätzen und Kulturgüter befinden. Besonders während der Kirschblütensaison ist der Tempel ein beliebtes Ausflugsziel.

Buddhistischen Tempel Gangaramaya

Gangaramaya Tempel

Ursprünglich war an dem Ort, wo sich heute der Gangaramaya-Tempel auf Sri Lanka befindet, lediglich ein kleiner Schrein. 1885 wurde mit dem Ausbau der Glaubensstätte begonnen, um der wachsenden örtlichen Gemeinde genügend Platz zu bieten. Mittlerweile gehört zu der gesamten Anlage in Colombo ein zusätzlicher Tempel, welcher auf einer Plattform auf dem angrenzenden Beira-See erbaut wurde und unter dem Namen „Seema Malaka“ bekannt ist, was übersetzt „der schwimmende Tempel“ bedeutet.

Ryumon Ji Tempel

Das 1999 gegründete Kloster Ryumon Ji liegt in der Nähe eines kleinen französischen Dorfes, welches 50 km nördlich von Straßburg entfernt ist. Zum Kloster gehören mehrere Gebäude, eine buddhistische Kapelle sowie verschiedene Gärten. Die dort lebenden Nonnen und Mönche richten sich in ihrer klösterlichen Praxis nach den Regeln der Sôtô-Zen-Schule. Das ganz Jahr über werden verschiedene Retreats angeboten, bei denen Teilnehmende einen Einblick in die buddhistische Praxis und den Alltag im Kloster bekommen

Zum Schluss gibt es hier noch ein paar Anregungen für euren virtuellen Tempelbesuch:

Bei den verschiedenen Tempelanlagen fällt auf, wie unterschiedlich diese sind. Während der Gangaramaya-Tempel prunkvoll und majestätisch erscheint, ähnelt der Ryumon-Ji-Tempel eher einem kleinen Gemeindezentrum. Welche gemeinsamen Merkmale lassen sich dennoch in den hier vorgestellten Tempeln wiederfinden und wodurch unterscheiden sie sich?

Buddhistische Tempelanlagen bestehen meist aus verschiedenen Gebäuden und Gärten. Informiert euch über die Funktion der einzelnen Gebäude. Was lässt sich daraus für die buddhistische Glaubenspraxis ableiten? Lassen sich die Gebäude und Gärten auch in den hier vorgestellten Beispielen wiederfinden?

Wir wünschen euch und euren Lernenden viel Spaß auf der virtuellen Erkundungstour!

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Über die Autorin

Miriam Dalege

Ich bin im Ernst Klett Verlag als Werkstudentin in der Redaktion Religion/Ethik tätig und studiere parallel dazu Kommunikationswissenschaft und Philosophie im Master.

Ein Kommentar

  1. Wiebke Flasshoff 5. Mai 2026 um 10:06 Uhr - Antworten

    Fand es sehr interessant schöne Website aber ein wenig verwirrend würde es begrüßen wenn das mit der Karte klarer wäre

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