Reli-Ethik-Blog
Religion, Ethik und Philosophie bei Klett

5 Fragen an Prof. Dr. Markus Tomberg

5 Fragen an Prof. Dr. Markus Tomberg

„5 Fragen an“ – mit dieser Serie möchten wir euch interessante Menschen aus Gesellschaft & Wissenschaft vorstellen, die sich mit Themen aus Religion, Ethik und Philosophie beschäftigen. Unser zweiter Interviewpartner ist Prof. Dr. Markus Tomberg, der euch als Autor zahlreicher Blogbeiträge im Reli-Ethik-Blog schon bekannt sein dürfte.

Prof. Dr. Markus Tomberg ist katholischer Theologe. Er lehrt als ordentlicher Professor für Religionspädagogik an der Theologischen Fakultät Fulda und am Katholischen Seminar in Marburg. Er ist Herausgeber der Lehrwerksreihen Leben gestalten N, Leben gestalten S und Leben gestalten Oberstufe. Hier antwortet er auf unsere „5 Fragen“.

1. Darum halte ich Religionsunterricht in der Schule für wichtig

Religionen sind bedeutsame Player in der Welt. Sie sind es seit langem und bleiben auch in Zukunft wichtig. Im Religionsunterricht lernen Schülerinnen und Schüler diesen Player in der Gestalt konkreter Religion kennen – und mit ihm die Aufforderung, sich zu ihm zu verhalten. Denn es geht im Religionsunterricht nie nur um Religion(en), sondern immer und zuerst um Menschen und ihre 1.-Person-Perspektive. Und es geht um die Zufälligkeit, die Nicht-Notwendigkeit, die Kontingenz des Lebens und überhaupt von allem, was ist. Viele Religionen suchen dafür nach einer Antwort im Glauben an einen Gott. Das ist sicher genug, um ein Schulfach mit diesem Thema wichtig zu finden.

2. Meine Vision von Schule und Unterricht

Schule bietet die große Chance, sich miteinander lernend auf den Weg zu machen. Realisiert werden kann das durch konsequent inklusives Handeln und Unterrichten. Das ist eine große Herausforderung, aber der Weg lohnt sich!

3. Das wollte ich Schülerinnen und Schülern schon immer mit auf den Weg geben

Muss ich das wollen? Wäre es nicht besser, sie entdeckten selbst, was aus dem, was die Älteren entdeckt und erarbeitet haben, hilft und weiterzugeben lohnt?

4. Wenn ich nicht Theologe wäre, wäre ich gerne …

Künstler. Aber sowohl die Theologie als auch der Unterricht haben viel mit Kunst zu tun. Vielleicht bin ich also schon ein wenig, was ich gern wäre.

5. Darüber philosophiere ich am liebsten

Ich denke gern. Egal worüber.

Vielen Dank für das Gespräch, lieber Markus Tomberg!

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Über die Autorin

Elisabeth Rudolph

Ich bin Redakteurin beim Ernst Klett Verlag und hauptsächlich für Religionslehrwerke zuständig.

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