Reli-Ethik-Blog
Religion, Ethik und Philosophie bei Klett

Material des Monats: Jüdische und islamische Feiertage im Religions- und Ethikunterricht

Die sich im Verhältnis zum gregorianischen Kalender verschiebenden Jahresabläufe im Islam und Judentum führen in diesem Jahr dazu, dass zwei Feiertage am selben Datum aufeinandertreffen: Rosch Ha’Schana und Maulid an-Nabī. Eine gute Gelegenheit, mithilfe unserer Jahresfestkreis-Kopiervorlagen jüdische und islamische Feiertage im Religions- und Ethikunterricht aufzugreifen.

Am 16.9.2024 feiern die jüdischen Gläubigen Rosch Ha’Schana, das Neujahrsfest, während viele muslimische Gläubige Maulid an-Nabī, der Geburt des Propheten, gedenken. Da in den Lehrplänen sowohl in Ethik als auch in Religion die Beschäftigung mit den Weltreligionen vorgesehen ist, kann dieser Tag als Anlass gut genutzt werden, um sich mit Fest- und Feiertagen der Religionen auseinanderzusetzen. Dazu stellen wir euch zwei Kopiervorlagen mit den entsprechenden Jahresfestkreisen zur Verfügung.

Jüdische und islamische Feiertage als Thema im Religionsunterricht

Die Lernenden beschäftigen sich in der Regel im Religionsunterricht in Klasse 5 oder 6 sowohl mit dem Judentum und Islam als auch mit den christlichen Festtagen. Im Zusammenhang mit letzteren lernen sie oft den Jahresfestkreis kennen, in dem die Feiertage im Jahresverlauf dargestellt sind. An dieses Vorwissen könnt ihr anknüpfen: Fragt unter Hinweis auf den besonderen Tag, an dem die beiden jüdischen und islamischen Festtage zusammenfallen, in der Lerngruppe, welche jüdischen und islamischen Feiertage sie kennen. Sammelt die Antworten untereinander am Whiteboard und klärt im Unterrichtsgespräch, was die Lernenden über diese Festtage wissen. Schreibt in kurzen Stichworten hinter die Begriffe, welche Bedeutung diese Feiertage haben und welche Rituale damit verbunden sind. Im Anschluss könnt ihr die beiden Kopiervorlagen mit den Jahresfestkreisen austeilen und die Lernenden überprüfen, welche Festtage sie schon aufgeführt haben und welche noch fehlen. Arbeitsaufträge dazu könnten sein:

  1. Übertrage die gesammelten Feiertage vom Whiteboard in eine Tabelle mit den Spalten Festtag/Bedeutung und Rituale. Bringe sie dabei in die richtige Reihenfolge. Ergänze dabei die noch fehlenden Feste aus dem Bild vom Jahresfestkreis.
  2. Recherchiere im Internet, zum Beispiel auf der Seite www.religionen-entdecken.de, die noch fehlenden Feiertage und ergänze die Informationen dazu in deiner Tabelle.
  3. In den Abbildungen der Jahresfestkreise sind kleine Symbole eingefügt. Erkläre, was diese bei den jeweiligen Festtagen bedeuten könnten.

Jahresfestkreise als Unterrichtsthema im Ethikunterricht

Auch im Ethikunterricht sind die Weltreligionen in der Regel Teil des Lehrplans für Klasse 5/6. Um einen lebensnahen Einstieg in die Thematik zu gestalten, bietet sich eine Betrachtung der unterschiedlichen Feste und Feiertage sehr an. Ihr könnt zum Beispiel die Lerngruppe in sechs Gruppen einteilen, von denen jeweils zwei einen Jahresfestkreis bekommen. Einen christlichen Jahreskreis findet ihr dazu in diesem Artikel. Die Lernenden recherchieren zu allen oder einer vorgegebenen Auswahl der darauf angegebenen Feste und stellen deren Bedeutung und die damit verbundenen Rituale vor. Ggf. können sie auch von eigenen Erfahrungen mit den Festen berichten. Von dort ausgehend könnt ihr dann weiterfragen, warum jede Religion ihre eigenen Feste hat, um danach vergleichend weitere Aspekte der Religionen zu erarbeiten.

Weitere Anregungen zur Beschäftigung mit jüdischen und islamischen Festen findet ihr auch in unseren Lehrwerken, zum Beispiel in Leben gestalten RS 1 (S. 142), Moment mal! 1 (S. 104-107) und Leben leben 1 (S. 162, 165, 167).

Als Abschluss des Themas könnt ihr gemeinsam einen Jahreskalender für den Klassenraum erstellen, in dem die besprochenen Feiertage mit zugehörigen Symbolen eingetragen sind.

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Über die Autorin

Inga Piel

Ich bin Gruppenleiterin für den Bereich Religion/Ethik im Ernst Klett Verlag. Studiert habe ich Deutsch und Philosophie SII/SI auf Lehramt. Nach dem Staatsexamen und dem Referendariat habe ich zuerst drei Jahre als Lehrkraft an einem Gymnasium und einer Realschule unterrichtet, bevor ich dann durch einen Zufall auf ein Stellenangebot eines Verlages stieß. Ich wollte unbedingt etwas Neues ausprobieren, bin in die Verlagsbranche gewechselt und dort „hängengeblieben“. Denn es macht mir ebenso viel Spaß, gute Schulbücher herzustellen wie sie zu benutzen.

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