Vorschläge für weihnachtliche Rituale in der Schule
Am 4. Dezember wird traditionell am „Barbaratag“ eine mutige Frau namens Barbara gefeiert, die im Jahr 306 für ihren Glauben starb, weil sie sich für das Christentum und gegen eine Zwangsheirat entschied. Anfang Dezember werden mit Schülern und Schülerinnen die Zweige eines Apfel-, Kirsch-, oder Pflaumenbaums ausgewählt, für einen Tag in einen ungeheizten Raum gestellt und dann bis Weihnachten in einem warmen Raum gegossen und geschnitten. An Weihnachten blühen die Zweige und versprechen den Blick in ein glückliches neues Jahr. Zusätzlich kann jedes Kind einen Wunsch auf einen Zettel schreiben, welche anschließend an den Zweigen befestigt werden; die Wünsche erfüllen sich mit dem Blühen der Zweige.
Eine weitere Idee ist, in der Schule einen Weihnachtspunsch- und Kakaostand aufzustellen, optional können dann nicht nur die Getränke verkauft werden, sondern auch ausgemusterte Spielzeuge oder Bücher, die die Schüler und Schülerinnen mitbringen. Das gesammelte Geld wird gespendet, beispielsweise an Vereine, die Geschenke für bedürftige Kinder kaufen.
Ihr könnt gemeinsam eine Krippe basteln, die bei jeder guten Tat und jeder freundlichen Geste mit einem zusätzlichen halben Strohhalm geschmückt wird. Die Halme werden um die Krippe des Jesuskindes herum platziert, sodass dieses am Ende in einem geschützten Bett liegt.
Eine Möglichkeit, Besinnlichkeit einkehren zu lassen und allen Schülern und Schülerinnen einen Moment Ruhe zu schenken, ist ein morgendliches Ritual, bei dem selbstgebastelte Windlichter zum Einsatz kommen. Für diese Anleitung benötigt ihr lediglich Einmachgläser, Butterbrotpapier und ein LED-Licht. Ihr könnt jeden Tag einen Sitzkreis abhalten, in dem der Raum abgedunkelt und ruhige (weihnachtliche) Musik gespielt wird. Jedes Kind hält sein Windlicht, lässt es leuchten und geht in sich.
Die Rituale können an die Lerngruppe angepasst werden; beispielsweise können statt Windlichtern kleine Heinzelmännchen gebastelt oder das Geld aus dem Punsch-Verkauf an Tierheime oder Tafeln gespendet werden.
Alle diese Aktionen eignen sich auch für eine Umsetzung zuhause.
Bei den Ritualen, welche in der Schule zelebriert werden, ist es wichtig, dass alle Schüler und Schülerinnen, unabhängig vom Glauben, einbezogen werden und die Traditionen für sich und im Miteinander genießen können. Es geht dabei nicht um die religiöse Erfahrung der Weihnachtszeit, sondern darum, sich auf das Wesentliche zu besinnen und die Empathie und das Mitgefühl der Kinder für die Gemeinschaft zu wecken.


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